[ANNO 1800] Preview

Dank eines Preview Codes von Bluebyte konnte ich mir Anno 1800 in seiner ganzen Pracht bereits am Wochenende ansehen. Leider blieb mit allen anderen Sachen, die am Wochenende los waren, nicht soviel Zeit, wie ich mir für ein ausführliches Preview gewünscht hätte.

Da ich jedoch bereits closed Alpha und closed Beta gespielt hatte, möchte ich trotzdem berichten.

Anno 1800 besticht durch eine phantastische Grafik und ein Gameplay, das stark an frühere Anno Titel erinnert und trotzdem neu ist.

Das Spiel

Anno 1800 entführt den Spieler in die Zeit der Industrialisierung. Es gilt Inseln zu besiedeln und eine Stadt aufzubauen. Dabei muss die ideale Balance zwischen Produktion und Einwohnerzahl gefunden werden, damit das ganze System nicht kollabiert. Es gibt 5 Bevölkerungsstufen, wobei jeweils immer von allen Stufen Leute benötigt werden, um die Produktion in Gang zu halten. Gebäude können dabei einfach in die nächste Stufe aktualisiert werden, sobald alle Bedürfnisse erfüllt und die Gebäude voll sind.

Mittels Expeditionen kann zudem in die neue Welt expandiert werden, um so neue Rohstoffe zu gewinnen, um die Leute in der alten Welt zufrieden zu stellen.

Aufgaben von Charakteren und Fraktionen helfen zudem die Staatskasse aufzufüllen. Manchmal erhält man auch von den Einwohnern eine Aufgabe, die dann ein Objekt oder Tier als Belohnung versprechen.

Es gibt zudem einen Vielzahl von Objekten und auch Tieren, die je nach Art, bei der Produktion von Waren, der Zufriedenstellung der Leute oder auf Schiffen eingesetzt werden können. Ab einer gewissen Bevölkerungsstufe können zudem ein Museum und ein Zoo gebaut werden, die weitgehend selber gestaltet werden können. Dabei können Gehege, bzw. Ausstellungen beliebig um das Hauptgebäude verteilt werden.

Je schöner die Stadt, desto mehr Touristen besuchen die Stadt, aber aufgepasst. Neben Pärken und anderen Mitteln, um die Stadt zu verschönern, muss auf Luftverschmutzung und Unzufriedenheit geachtet werden. Es gibt auch eine Zeitung, deren Artikel beeinflusst werden können oder auch akzeptiert werden wie sie sind.

Die Objekte können in Handelskammern, Ratshäusern und in Hafenmeistereien platziert werden. Alle Gebäude, die sich innerhalb eines bestimmten Radius zu dem jeweiligen Objekten befinden, können dann von den Boni profitieren. Dabei ist es immer wichtig genau zu lesen, für welche Art Gebäude ein bestimmtes Objekt hilft.

Viele der Aktionen kosten Einflusspunkte, die auf verschiedenen Arten zu bekommen sind. Man kann ausserdem Anteile an Inseln kaufen und verkaufen. Mit seinen Gegnern kann man Allianzen eingehen oder nur Handel treiben oder sie angreifen, ganz wie es beliebt. Alle diese Aspekte habe ich aber bis jetzt noch nicht so genau unter die Lupe nehmen können und kann sie daher auch nicht im Detail beschreiben.

Die Spiel-Modi

Anno 1800 lässt sich Einzelplayer oder Multiplayer spielen. Da ich absolut kein Multiplayer bin, habe ich diesen Modus auch nicht angetestet.

Der Einzelspielerdmodus erlaubt es, entweder frei oder eine Kampagne zu spielen.

Ich habe übers Wochenende die Kampagne durchgespielt. Den Einzelspielerdmodus hab ich bis jetzt nur in den beiden closed Alpha und Beta gespielt.

Kampagne

Die Kampagne besteht aus 4 Kapiteln und nach Beendigung wird in freies Spiel umgeschaltet, so dass noch weiter mit der Welt gespielt werden kann.

Über die Geschichte selber möchte ich an dieser Stelle nicht viel verraten, aber mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und sie führt auf eine angenehme Weise ins Spiel ein. Die Kampagne kann wie auf das freie Spiel auf verschiedenen Schwierigkeitsstufen gespielt werden und bietet etwa 10-15 Stunden Spielspass, der nach eigenen Ermessen verlängert oder verkürzt werden kann.

Die Erledigung bestimmter Aufgaben triggert dabei den nächsten Schritt so dass man ganz selber entscheiden will, wie schnell man die Kampagne durchspielen will.

Freies Spiel

Für das freie Spiel bietet Anno sehr viele Einstellungsmöglichkeiten.

Der Spieler kann dabei aus 3 vordefinierten Schwierigkeitsstufen wähle oder selber einiges einstellen

Unter Benutzerdefiniert lassen Sich die Welt, die gegnerischen Charaktere, Fraktionen, Merkmale sowie Start und Singbedingungen selber einstellen.


Anm: Bei dem Bild handelt es sich um eine Collage aus den Einstellungen. Es erscheint nicht so im Spiel.

Nach Wahl aller Einstellungen, die man auch für den späteren Gebrauch speichern kann taucht der Spieler dann in eine zufällig generierte Welt ein und kann mit der Besiedelung beginnen. Ein eigentliches Tutorial gibt es nicht, dafür kann man das Spiel mit mehr oder weniger Hilfe spielen, wodurch man einige Tips bekommt, was am Besten als nächstes zu tun ist.

Fazit

Anno 1800 gefällt mir bis jetzt ausnehmend gut. Nur schon die Grafik allein ist ein Augenschmaus (kommt aber auch mit den entsprechenden Systemanforderungen). Ich selber kenne vor allem die ersten Anno Teile und habe länger nicht gespielt, da mich die futuristischen Teile, sowie online nie interessiert haben. Um so mehr habe ich mich an der Gamescom 2017 darüber gefreut zu hören, dass es wieder ein Anno mehr im älteren Stil geben wird.

Meine Erwartungen waren hoch und bis jetzt fühle ich mich nicht enttäuscht auch wenn einige Faktoren etwas in Stress ausarten können. So finde ich es z.B. nicht so gut, dass während Ereignissen in Expeditionen die Ereignisse in der Welt weiterlaufen. So bricht plötzlich ein Feuer aus und man kann nicht viel tun, da man ja mit einer Expedition beschäftigt ist. Ich habe mich dabei einige Mal erwischt, die Expeditionsereignisse so schnell wie möglich irgendwie zu lösen, damit ich mich den anderen Meldungen annehmen kann. Dadurch verpasste ich dann die Geschichten, die in den Ereignissen steckten. Dies ist für den Spielverlauf keine Tragik, aber es geht trotzdem ein Element verloren.

Jedem Annoholiker kann ich den neusten Streich nur empfehlen und auch Spielern, die gerne Aufbau-Sandbox Spiele haben, werden bestens bedient. Für mich selber bin ich noch unsicher über den Langzeiteffekt, da ich gerne zielorientiert spiele .. Kampagnen spiele ich persönlich am Liebsten.

Trotzdem macht das Spiel Lust auf mehr und ich freue mich auf die kommenden Monate, um auch noch die beiden letzten Bevölkerungsstufen zu erkunden und vielleicht doch mal noch etwas kriegerischer zu spielen.

Als kleinen Tipp: Schaut euch die Credits an (Mitwirkende). Es lohnt sich.

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